Wenn trockenes Holz in einem Kaminofen verbrannt wird, ist der Ablauf wie folgt:
(in einer Zeitspanne von ca. 1 Stunde)

- Nach dem Anzünden wird das Brennmaterial getrocknet und aufgewärmt.
- Nach dem Trocknen steigt die Temperatur des Holzes so sehr (bis ca. 150 - 200° C), dass das Holz sich in flüchtige Gase und Holzkohle umwandelt.
- Gleichzeitig mit der Vergasung des Holzes verbrennt ein größerer oder kleinerer Teil der entwickelten Gase und wandelt sich in Kohlendioxid und Wasser um. Die Temperatur erhöht sich in dieser Phase auf ca. 600 - 800° C und erfordert eine erhebliche Luftzufuhr. Wenn die Luftzufuhr irrtümlicherweise verringert wird, ersticken die Flammen. Dieses stoppt jedoch nicht die Umwandlung des Brennholzes in Gase. Das unverbrannte Gas strömt in den Schornstein hinaus und führt zu Belästigungen im Freien und zur Versottung.
- Danach verbrennt die Holzkohle und erfordert dafür kaum Luftzufuhr. Zuletzt legen Sie neues Brennholz auf die glühende Holzkohleschicht.

Warnung
Es ist sehr wichtig zu beachten, dass der Kaminofen nicht überhitzt wird. Hierbei können irreparable Schäden am Kaminofen entstehen. Solche Schäden sind von der Garantie ausgeschlossen.

Sehr hohe Verbrennungstemperatur kann entstehen, wenn sehr trockenes Brennmaterial angewendet wird, wie:
- ofengetrocknetes Holz
- Koks
- Petrokoks
- Briketts
- Palettenholz

FALSCHE BEFEUERUNG
Zu viel Luftzufuhr für die Verbrennung bedeutet unkontrolliertes Feuer, das sehr schnell den ganzen Kaminofen auf extrem hohe Temperatur aufwärmen wird. Das kann passieren, wenn Sie heizen:
- mit offenem Aschekasten
- mit offener Luftklappe bei einer Wetterlage mit sehr viel Zug im Schornstein.

Füllen Sie den Kaminofen niemals ganz mit Holz. Der Kaminofen möchte ähnlich wie Autos gern langsam erhitzt werden. Dadurch vermeiden Sie Risse in Kacheln/Speckstein, Beschädigung der Schweißnähte sowie Ausglühen des Eisens. Bei überfüllter Brennkammer wird außerdem die Lebenszeit der Vermiculitplatten wesentlich verringert, weil leichter Risse entstehen können.

Zünden Sie das Feuer nie von oben an. Beginnen Sie langsam mit einem „normalen“ Feuer von unten, wie wir es alle aus der Pfadfinderzeit oder vom Osterfeuer usw. her kennen.

MISSENSWERTES ÜBER RENNHOLZFEUERUNG
1 Kilo trockenes Holz besteht aus 20 % Wasser, die restlichen 80 % verteilen sich in 60 % Gase und 20 % Holzkohle. Energiemäßig enthalten die 60 % Gase nur ca. die Hälfte der Energie des Holzes, während die 20 % Holzkohle die andere Hälfte enthält.

Bei einer optimalen Verbrennung muss die Temperatur 600 - 800° C * erreichen. Es ist am besten, wenn Sie öfter eine kleine Menge Holz auflegen. Werden zu viele Holzscheite auf die Glutschicht gelegt, wird die zugeführte Luft nicht ausreichend sein, um die erforderliche Temperatur zu erreichen, und die Gase werden unverbrannt durch den Schornstein entweichen. Deshalb ist es wichtig, dem Feuer, sofort nach dem erneuten Holzauflegen, Luft zuzuführen, so dass in der Brennkammer Flammen sind und die Gase dadurch verbrennen. Bitte lesen Sie zu diesem Thema auch die Betriebsanleitung für Ihr Kaminofenmodell.

Beachten Sie bitte, dass 3 Holzscheite genauso schnell verbrennen wie 1 Holzscheit.
Mit der Menge der Holzscheite können Sie die Wärmeabgabe steuern - je mehr Wärme Sie wünschen, je mehr Holzscheite werden bei jeder neuen Befeuerung aufgelegt.

BRENNSTOFFARTEN UND BRENNWERTE
Jydepejsen Öfen sind für die Befeuerung mit Holz konstruiert und zugelassen.

Bei der Verbrennung wird das Brennmaterial von fester Form zu Gasen, Wasserdampf und Holzkohle umgewandelt. Der Brennwert ist die Benennung für den Inhalt der brennbaren Gase und wird in kcal/kg angegeben. Alle Holzsorten haben fast den gleichen Brennwert per kg. Je leichter das Holz ist, je mehr Holz wird benötigt, um den gleichen Brennwert zu erreichen wie bei schwereren Holzarten.

Luftgetrocknetes Holz enthält wie bereits erwähnt ca. 20 % Wasser und hat einen Brennwert von ca. 4 kWh/kg entsprechend ca. 3440 kcal/kg (1kW = 860 kcal)

* Quelle: Teknologisk institut Danmark

Warnung!
Verwenden Sie NIEMALS imprägniertes Holz, gestrichenes Holz, Kunststofflaminat, Sperrholz, Spanplatten, Müll, Milchkartons, Drucksachen o. ä. Beim Verbrennen dieser Materialien entfällt die Garantie, da giftige, ätzende und gefährliche Dämpfe entstehen können. Außerdem kann dabei die giftige Gasart Dioxin entstehen, das dem Kaminofen und der Umwelt schadet.